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Presse - Jugendparlament plant eigenes Kino
Vorgesehene Vorstandswahlen müssen dagegen verschoben werden, sollen aber im Januar nachgeholt werden
VON MALTE BÜRGER
Ganderkesee. Es hat nicht sollen sein. Eigentlich hatte sich das Jugendparlament am Montagabend neu organisieren wollen - doch der Krankenstand machte den Sprechern Philipp Glahe und Solveig Backhaus einen dicken Strich durch die Rechnung. So wurden die eigentlich anvisierten Vorstandswahlen kurzerhand auf die nächste Sitzung im kommenden Jahr - vermutlich am 25. Januar - verschoben. „Dann findet sie aber auf jeden Fall statt", versprach Glahe.
Gänzlich unzufrieden war er aber dennoch nicht mit dem aktuellen Treffen. „Wir haben richtig was geschafft und das Projekt Jugendkino vorangebracht", bilanzierte Philipp Glahe. So planen die Schüler, an einem noch unbekannten Standort in der Gemeinde regelmäßige Vorführungen stattfinden zu lassen. „Wir haben bereits einige Vorführmöglichkeiten im Kopf, aber uns zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht genau festgelegt", meinte Glahe. „Aber auf jeden Fall soll es keine Fernsehveranstaltung werden, sondern schon mit einer Leinwand stattfinden."
Das cineastische Vergnügen soll dabei keinesfalls auf einer kommerziellen Basis ruhen, sondern direkt von den Mitgliedern des Jugendparlamentes selbst betrieben werden. „Wir haben uns auch schon überlegt, was für Themen dabei behandelt werden sollen. So soll es als erstes vermutlich um den Klimawandel oder Umweltschutz im Allgemeinen gehen", erläuterte Glahe. Aber auch Aspekte wie Drogenkonsum, Aids oder Organhandel sind bevorzugt von den anwesenden Parlamentsmitgliedern genannt worden. Der jeweils gezeigte Filme könnte dann sowohl eine Dokumentation, ein Hollywood-Blockbuster oder eine gänzlich andere Produktion sein, „Hauptsache er behandelt das jeweilige Thema", meinte der Pariamentsspreeher. Im Anschluss an den jeweiligen Film möchten die Jugendlichen dann eine Diskussionen mit erwachsenen Experten, beispielsweise von regionalen Unternehmen oder aus der Politik, anschließen, die weitere Einzelheiten zum gerade behandelten Thema beisteuern können.
Diese Gespräche sollen nicht nur dazu genutzt werden, um die Schüler zu informieren, sondern auch um ein deutliches Zeichen zu setzen, wie Philipp Glahe unterstreicht. „Wir machen das auch, damit für die Erwachsenen klar wird, dass wir Jugendlichen irgendwann auch einmal erwachsen sein werden und mit den Folgen des jetzigen Handels leben müssen."
„Es soll klar werden, dass wir mit den Folgen des Handelns leben müssen," Philipp Glahe, Jugendparlament
Wer noch weitere Ideen für das Jugendkino hat, kann sich bei den Leiterinnen der Arbeitsgruppe, Luise Schröder und Carolin Heisig, melden. Nähere Informationen zum Jugendparlament und Kontakte gibt es telefonisch unter 0 42 22 / 4 40.
