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Presse - Zweite Chance für Schulverweigerer
FDP-Fraktion informierte sich über Arbeit in „außerschulischen Lernorten" und weiteren Bedarf
| Landkreis Oldenburg (ute). Eine genauere und einheitliche Definition von Schulverweigerung und nötigenfalls ein neues Konzept für das Projekt „Zweite Chance" fordert die FDP-Fraktion im Kreistag. Deren Mitglieder haben sich unlängst intensiv mit dem Thema befasst. Bereits vor einiger Zeit hatte sich die Fraktion in Brettorf über die Arbeit der Huntewerft informiert. An solchen sogenannten außerschulischen Lernorten sollen Kinder und Jugendliche, die - aus welchen Gründen auch immer - den Schulbesuch verweigern, durch praktische Tätigkeit wieder Freude am Lernen und am Schulalltag bekommen und so möglichst den Weg zurück in die Regelschule finden. Geleitet wird die Arbeit von Frau Ursula Biehler von der Koordinierungsstelle für Schulverweigerer im Landkreis Oldenburg, betreut werden die Jugendlichen in der Huntewerft von Christoph Essing. In einem weiteren Gespräch mit dem Kreis-Sozialdezernenten Robert Wittkowski sowie dem Leiter der Wildeshauser Hunteschule, Thomas Trüper wurden Möglichkeiten ausgelotet, die Betreuung von Schulverweigerern auszuweiten. Die Arbeit der Koordinierungsstelle und der außerschulischen Lernstandorte bewertete Jugendhilfeausschuss-Mitglied Imke Oltmann als erfolgreich. Allerdings wurde bei dem Gespräch auch festgestellt, dass es einen weitergehenden Bedarf an Betreuungsplätzen gebe, wofür mehr Personal und mehr Räume nötig wären. Die Fachleute hielten außerdem eine Trennung der Räumlichkeiten der Lernstandorte von denen der Erwachsenenbildung in Brettorf für dringend geboten. Oltmann stellte fest, dass es offenbar keine genaue Definition gebe, wann denn ein Jugendlicher von der jeweiligen Schule als Schulverweigerer eingestuft wird. Das müsse klargestellt und danach durch eine Abfrage bei den Schulen der Bedarf an weiteren Plätzen festgestellt werden. Nötigenfalls müsse der Landkreis Oldenburg sein Konzept der „Zweiten Chance" für Schulverweigerer überarbeiten, fordert Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode in einem Antrag an den Landkreis. Er bittet die Verwaltung, im Jugendhilfeausschuss zu berichten und gegebenenfalls einen Beschlussvorschlag für eine erweiterte Betreuung vorzulegen. |
