Presse - Förderverein verwandelt Schulaula in Fahrradbörse

Delmenhorster Kreisblatt Mittwoch, 03. März 2010
Haupt- und Realschule Ganderkesee: Erneut Verkauf von gebrauchten Drahteseln

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Werben mit den Mädchen und Jungen der Schule für die Fahrradbörse: Diana Hettwer (Konrektorin), Else Löw (Vorsitzende des Fördervereins) und Astrid Krause (Stellvertreterin). FOTO: Timo Kühnemuth
Bereits im vergangenen Jahr hat es in der Aula eine Fahrradbörse gegeben. Damals gingen 65 von 80 Gebrauchträdern über den Ladentisch.

Von Timo Kühnemuth

Ganderkesee. Wenn Else Löw in Ganderkesee unterwegs ist, sieht sie es immer wieder: Kinder und Jugendliche, die mit zu kleinen, zu großen oder gar kaputten Fahrrädern durch den Ort radeln. Den Grund dafür meint sie zu kennen. „Räder sind teuer, Eltern können ihrem Nachwuchs nicht ständig neue kaufen“, sagt die Vorsitzende des Fördervereines der Haupt- und Realschule Ganderkesee. Um das Problem in den Griff zu bekommen, bietet ihr Verein am Samstag, 13. März, erneut eine Fahrradbörse an.
Die Idee: Fahrradbesitzer bringen ihre gebrauchten Drahtesel zwischen 10 und 12 Uhr in der Aula der Haupt- und Realschule vorbei und teilen den Mitgliedern des Fördervereines mit, wie viel Geld sie für das Gefährt minimal und maximal haben möchten. Anschließend, von 12 bis 14 Uhr, versucht der Verein das Rad an Interessenten zu verkaufen. Findet das Rad einen neuen Liebhaber, wird dem ursprünglichen Besitzer zwischen 14 und 15 Uhr 90 Prozent der Kaufsumme ausgezahlt, den Rest erhält der Förderverein, der damit Projekte an der Schule unterstützt. „Gibt es keinen Käufer, geben wir das Rad wieder zurück“, erläutert Löw.
Die Chancen, sein altes Fahrrad bei der Börse an den Mann oder die Frau zu bringen, stehen Löw zufolge gut: „Im vergangenen Jahr haben wir die Aktion erstmals angeboten. Damals haben wir 65 von 80 Drahteseln verkaufen können.“ Nicht nur aus Ganderkesee, sondern auch aus Delmenhorst und Bremen seien Interessenten angereist, um sich bei der Börse die teils hochwertigen Gebrauchträder anzuschauen.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es bei der Fahrradbörse zwei Neuerungen. „Zum einen verlangen wir von jedem, der sein Fahrrad bei uns in Kommission gibt, zwei Euro“, sagt Löw. Zum anderen habe der Förderverein die Polizei als Partner gewinnen können. „Die Beamten sind vor Ort, um bei den Rädern die Eigentumsrechte festzustellen. So gewährleisten wir, dass bei uns kein Diebesgut über den Ladentisch geht.“ Zum anderen überprüfe die Polizei die Verkehrssicherheit der Fahrräder und biete eine Codierung an. Wer sein Rad bei der Fahrradbörse abgeben möchte, sollte seinen Personalausweis und eine Kaufquittung mitbringen. Bei noch offenen Fragen ist Else Löw unter Telefon (0 42 22) 55 39 erreichbar.