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Reiseweg nach Thorn
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| Hinfahrt Montag, 22. September 2008 | |
| 15.18 Uhr | Abfahrt Ganderkesee |
| 17.00 Uhr | Abfahrt Bremen - Tostedt |
| 19.30 Uhr | Abfahrt Hamburg |
| 23.00 Uhr | Abfahrt Berlin Grenze - Gorzów Wlkp. - Walcz - Pila - Bydgoszcz |
| 05.50 Uhr | Ankunft Thorn |
| Rückfahrt Sonntag, 28. September 2008 | |
| 18.00 Uhr | Abfahrt Thorn Bydgoszcz - Pila - Walcz - Gorzów Wlkp. - Grenze |
| 01.30 Uhr | Abfahrt Berlin |
| 06.30 Uhr | Abfahrt Hamburg - Tostedt |
| 08.20 Uhr | Abfahrt Bremen |
| 09.45 Uhr | Ankunft Ganderkesee |
Bilder vom Austausch mit Thorn 2008
Dramatischer Text zur Thorner Legende
| Thorner Lebkuchen |
| Stadtrufer: mit Trommel die Buerger anlockend / verkuendend Hoert, Ihr Leut' und lasst Euch sagen, bei uns geht Liebe durch den Magen! Fuer Lebkuchen ist Thorn bekannt Und hochgeschaetzt im ganzen Land! |
| Auftritt von drei Baeckern mit weissen Baeckermuetzen 1. Baecker: eine grosse Tuete Mehl praesentierend Man nehme Mehl von unserm Roggen! 2. Baecker: ein Gefaess mit Honig praesentierend Vergesse ja den Honig nicht! 3. Baecker: eine Klarsichttuete mit Zimtstangen, Nelken, Anissternen etc. Dann schuette man Gewuerze rein! Alle 3 Baecker: Und knete alles durch sehr fein! Nun kommt es in die Form hinein. Kaum ist es aus dem Ofen raus, schon gibt es einen leck'ren Schmaus! |
| Auftritt des 4. Baeckers 4. Baecker: lockt die Zuhoerer dicht zu sich heran Will man jedoch Besondres haben, muss man betreten meinen Laden. Vom Mehle waehl' ich nur das feinste, beim Honig darf's nur sein der reinste. Sich begeistert steigernd Und. bei dem Zimt, den Nelken, dem Anis muss man ... haelt die Hand vor den Mund Oh je, das darf ich nicht verraten! Greift zu, schmeckt selbst die koestlichen Oblaten! Seht nur, wie schoen sie sind geformt! Da staunt Ihr wohl, das ist genormt. Katharina, mein Kind, reich' allen eine Probe jetzt! Und kauft bei mir, wenn Ihr sie schaetzt! Katharina geht mit einem Korb / Teller herum, die Buerger betrachten die besonders geformten Lebkuchen und probieren sie dann geniesserisch |
| Stadtrufer: Doch eines Tages, Ach und Weh! Der Baecker ist erkrankt, ohje! Wollen sie nicht in Armut enden, muss Katharina zupacken mit beiden Haenden. |
| Katharina: Wie soll ich es machen jetzt ganz allein? Zwar weiss ich vom Vater die Rezeptur, doch wo sind versteckt die Backformen nur? Geselle und Magd, wo bleibt ihr? Rasch, rasch! Geselle mit Mehlsack und Magd kommen herbei und verbeugen sich. Geselle: Hier ist Mehl, der Honig kommt gleich. Magd: Ich will wohl den Teig kneten sehr weich. Geselle: Das Feuer im Ofen brennt schon lichterloh, wir werden es schaffen, da bin ich ganz froh. Magd: Katharina, Ihr seid mit den Gewuerzen vertraut, habt beim Vater doch oft zugeschaut. Katharina: Ja, ja, das ist nicht das Problem, doch wo hat der Vater die aus Holz geschnitzten Backformen steh'n? Geselle und Magd: Das wissen wir auch nicht. Was sollen wir nur tun? Ohne Formen - keine Lebkuchen. Ohne Lebkuchen - keinen Taler. Katharina: Ohne Taler - keine Medizin. Der Vater wird sterben, das ist unser Ruin. Das darf nicht geschehen! Fangt ihr mit dem Teigkneten schon an! Ich laufe zum Markt, so schnell ich nur kann. Haben wir erst die neuen Formen hier, geht die Arbeit voran, vertraut doch mir. |
| Stadtrufer: Bis Katharina hatte alles beisammen, war schon sehr viel Zeit vergangen. Der Teig blieb in den neuen Backformen kleben, die Lebkuchen war'n so nicht auf das Backblech so heben. Verzweifelt suchte Katharina nach neuen Wegen. Da fiel ihr Blick auf des Vaters Trinkbecher. Es glaenzte im Sonnenlicht sein Zinn, da kam der Tochter in den Sinn, den Teig auszurollen und dann auszustechen. Nun waren die Lebkuchen so rund wie ein Taler. |
| Katharina: Wird jemand solche Lebkuchen kaufen? Magd: Wir sollten nicht laenger darueber nachdenken, vielmehr gilt es den ersten Keks zu verschenken. Geselle: Hat erst jeder den Duft und Geschmack gespuert, sind alle von unseren Backkuensten geruehrt Katharina: Die Zutaten sind richtig, Herz und Liebe dabei. So muss es gelingen, Gott, stehe uns bei! |
| Stadtrufer: Schnell packten sie jetzt ihre Backwaren ein, um puenktlich beim Fest auf dem Markt zu sein. |
| Geselle: Ihr Leute, liebe Leute, kommt naeher heran. Des Baeckermeisters Katharina bietet Neues euch an! Magd: Und wenn euch unsere Lebkuchen munden, kauft mehr bei uns, das wird den Festtag abrunden. |
| 1. Buergerin: kostet Hm, das schmeckt ja besonders lecker! 2. Buergerin: Hm! Den Kuchen betrachtend und dem Publikum zeigend Schaut her, welch eine interessante Form! Ganz etwas Besonderes und nicht immer die Norm! 1. Buerger: Er mundet vorzueglich, dem kann ich zustimmen. 2. Buerger: Frau, schau nur, was es Neues gibt! Das muessen wir kaufen. Das ist sehr beliebt. 3. Buerger: und seine Frau kosten von dem Kuchen Katharina, dein Lebkuchen schmeckt wunderbar. Frau, kauf gleich mehr fuer unsere Kinderschar. „Kathrinchens" werden alle gern essen. Geselle und Magd: Kauft „Kathrinchens"! Kauft „Kathrinchens"! Welch himmlischer Genuss! Buerger: Wir wollen auch „Kathrinchens"! Ich nehme 12 „Kathrinchens"! Und 20 „Kathrinchens" fuer mich! ... |
| Stadtrufer: Bis heute sind im ganzen Land „Kathrinchens" aus Thorn ja wohl bekannt. Und von Menschen auf der ganzen Welt werden sie per internet bestellt. |
| Text: Irmgard Gerken |

