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Presse - Lehrzeit auch in Uniform

Delmenhorster Kreisblatt Freitag, 26. September 2008
Lehrzeit auch in Uniform
ZWAIG gibt 2000 Schülern Einblick in Ausbildungsberufe und Studiengänge



Sina Auffarth aus dem RUZ Hollen (r.) informiert Interessierte über die Möglichkeit, nach dem Stress im letzten Schuljahr das Freiwillige Jahr im sozialen, kulturellen oder ökologischen Sektor mit abwechslungsreichen Tätigkeiten mit Gestaltungsspielräumen zu füllen. FOTO: Reiner Haase

Im Schulzentrum Am Steinacker hat die fünfte Börse des Vereins ZWAIG 2000 Jugendlichen Orientierungshilfen auf dem Ausbildungsmarkt gegeben. Die vielfältige Mischung bot Leistungsschwächeren ebenso geeignete Informationen wie künftigen Studenten.

Von Reiner Haase

Ganderkesee. „Holländisch habt ihr in vier Wochen gelernt. Und die meisten Niederländer im Grenzgebiet sprechen deutsch“: Studenten der Hanze University Groningen und der Hoogeschool Drenthe in Emmen ermunterten die Schüler am Gemeinschaftsstand „Studieren in der Region“ auf der Ausbildungsplatzbörse im Schulzentrum Am Steinacker, ein Studium im Nachbarland ins Auge zu fassen. Auch die anderen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen animierten mit Informationen und einem Workshop zum Studium. „Unsere Auskünfte sind für zielstrebige jüngere Schüler interessant“, ist Dr. Kerstin Abel von der Fachhochschule Oldenburg überzeugt, „wir können ihnen den Weg über die Fachoberschulen zu unseren Bildungsstätten aufzeigen.“
Die vom Verein ZWAIG zum fünften Mal organisierte Börse hatte den Zielbewussten 
und den noch Unentschlossenen unter den 2000 Schülern aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg, die in der neuen Sporthalle konzentriert auf Informationsjagd gingen, ein breites Spektrum zu bieten. Unter anderem bot die Kreishandwerkerschaft fürs Aufspüren des richtigen Berufsziels Eignungstests an. Das Berufsbildungswerk Lingen zeigte auf, dass es für Leistungsschwächere und Jugendliche aus problematischen Familien Wege ins Berufsleben gibt. Handwerk, Industrie, Bildungssstätten und Dienstleister zeigten ihre Möglichkeiten auf. Die Polizei war vertreten, und die Bundeswehr informierte über Berufsausbildungen innerhalb mehrjähriger Dienstverpflichtungen. „Der Maurer wird an der Kelle ausgebildet, der Soldat auch an der Waffe“, stellte Hauptfeldwebel Jens Schumacher auf Nachfrage klar.
Der Ganderkeseer SPD-Fraktionschef Hans Mestemacher bewertete die Präsenz der Hochschulen positiv. „Groningen hat interessante Bildungsgänge zu bieten“, stellte der Berufsberater im Ruhestand fest. Mit-Organisator Norbert Klüh freute sich über den reibungslosen Ablauf. „Mit 2000 Besuchern sind wir am Limit“, ist er überzeugt, „so können wir erreichen, dass die Jugendlichen mit den Ausbildern in Ruhe ins Gespräch kommen.“